Nachdem ich meinen Jahresrückblick 2025 fertiggestellt hatte, war ich der festen Überzeugung, dass mein Motto 2026 „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ lauten würde. Doch dann wurde mir klar, dass dies das Motto des vergangenen Jahres gewesen war. Ich habe jeden erdenklichen Augenblick genutzt, um das Leben großartig zu gestalten, und ich habe allein aus gesundheitlichen Gründen diese Carpe-Diem-Haltung total verinnerlicht.
Ich begann also, meine Gedanken (und Gefühle) „laufen“ zu lassen, und sammelte Impulse. Natürlich sind da ganz großartige Dinge, die ich toll finde: Leichtigkeit, Freiheit, Fülle. Doch all‘ das sprach nicht mit mir. Und plötzlich und unerwartet, um genau zu sein, während ich einen ganz großartigen Film schaute, nämlich „Fair Game“ mit Naomi Watts und Sean Penn, fiel ein Satz, der mich zutiefst berührte. Die Protagonistin sagte: „DAS hier bin ich. Hier und jetzt.“ Das löste bei mir eine ganze Kaskade an Gefühlen und Ideen aus, ich spürte ganz deutlich, dass es genau das auf den Punkt brachte, was ich als Ergebnis des vorherigen Jahres an den Start mitbringe: ein Sichtbarwerden als, die, die ich bin. Hier und jetzt.
Und da wusste ich es: Mein Motto – ja, ich kann schon sagen: Mantra – für 2026 lautet: „Ich bin, wer ich bin“.
Was meine ich damit? Für mich ist das eine Weiterentwicklung aus dem, was ich aus 2025 mitgenommen habe. Ich habe mich letztes Jahr aus der Komfortzone herausgewagt und mich sehr persönlich gezeigt. Und dabei habe ich die wundervolle Erfahrung gemacht, dass genau dies Türen öffnet und Horizonte weitet. Indem ich mich nicht festlege als diejenige, die xyz macht / ist, steht mir die volle Bandbreite der Möglichkeiten zur Verfügung. Ich bin sehr viel mehr als die Summe aller Einzelteile. Und ich löse mich dadurch von alten Identitäten, an denen ich vielleicht noch klebe, und das schafft so viel Raum für Neues, für Entfaltung und Entwicklung. Gleichzeitig lässt es mich im Augenblick sein, mit jeglichem Potenzial für zukünftige Möglichkeiten.
Ich bin, wer ich bin: Was dieses Motto 2026 ganz konkret in 3 D für mich bedeutet
Dieses Motto beeinflusst natürlich alle Lebensbereiche und bedeutet für mich folgende Dinge:
1. „Ich bin, wer ich bin“ in meinem Wirken als Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Selbsthilfekurs-Lehrerin
Viele, die mich schon länger kennen, werden sich jetzt fragen: „Moment mal, aber Du zeigst Dich doch schon so, wie Du bist?“. Das stimmt. Und doch ist es so, dass ich immer Teile zurückgehalten habe, aus Vorsicht, Unsicherheit oder auch aus vermeintlich strategischen Gründen. So habe ich bestimmte persönliche Dinge eher für mich behalten, weil ich dachte, dass es sich für einen professionellen Auftritt nicht ziemt, wenn ich z. B. über meine Erkrankung spreche.
Ich habe sehr lange meine Erkrankung nach der COVID-19-Impfung nicht öffentlich gemacht, weil ich unsicher war, welche Auswirkung es haben könnte. Ich hatte die Befürchtung, jemand könnte vielleicht folgende schräge Gedanken hegen: „Wie konnte es sein, dass ich es nicht „geschafft“ habe, durch Jin Shin Jyutsu alle Symptome zu „heilen“?“ oder „Wie konnte es sein, dass ich überhaupt erkranken kann, obwohl ich mich doch so lange ströme?“ Nun, diese Glaubenssätze gehören zu den klassischen Irrtümern über Jin Shin Jyutsu. Und ich kann diese Irrtümer ja nur entkräften, indem ich wahrhaftig bin. Jin Shin Jyutsu schützt weder vor Krankheit, noch vor dem Tod. Jedoch ist es dank des Strömens möglich, Gesundheit und Lebensqualität (wieder)herzustellen, und wie könnte ich es besser zeigen als durch Vorleben?
Ich muss auch gestehen, dass es mich Mut gekostet hat, es dann doch öffentlich zu äußern, denn leider ist diese spezielle Erkrankung emotional derart aufgeladen, dass ich befürchtete, mich rechtfertigen zu müssen, oder gar gemieden zu werden. Das Gegenteil war der Fall. Es sind so viele tolle Menschen auf mich zugekommen, und die Solidarität sowie das echte Interesse, die mir entgegengebracht wurden, haben mir gezeigt: Glaube nicht alles, was Du denkst. Höre auf Dein Herz.
Ebenso habe ich in der Vergangenheit wenig Privates erzählt. Ich unterscheide tatsächlich zwischen „persönlich“ und „privat“. Persönlich ist demnach die Info, dass ich verheiratet bin. Privat wird es in dem Moment, in dem ich Fotos meines Hochzeitstages veröffentliche. Das habe ich bislang nicht getan, aber nun spüre ich, dass es einfach zu meiner Echtheit gehört, meine Community auch an privaten Erlebnissen teilhaben zu lassen. Das macht mich nahbar, und nahbar möchte ich sein! Nur so werde ich die Menschen anziehen, die eine ähnliche Schwingung haben wie ich. Und das ist für mich einfach großartig: Ich möchte gern mit ähnlich tickenden Menschen zusammenarbeiten und gemeinsam die Welt zu einem freundlichen Ort machen. Grundvoraussetzung: Ich zeige mich so, wie ich bin. Dann kommt der Rest von ganz allein. Ganz einfach, oder?
2. „Ich bin, wer ich bin“ auf meinem Weg als Great Ager
Alle meine Leiden heißen einfach: Ich kenne mich selbst nicht.
Mary Burmeister
Dieses Zitat von Mary Burmeister berührt mich immer wieder. Ich kann es so fühlen! Wenn ich die Verbindung zu mir selbst verliere, mich nicht (mehr) kenne, kann es nur in Leid enden. Und je näher ich mir (wieder) komme, desto weiter werden die inneren Räume, und desto lebendiger werde ich mich fühlen. Doch wie komme ich mir wieder näher? Auf meinem Jin Shin Jyutsu-Weg ist es zu einer täglichen Routine geworden, zum Beispiel beim Strömen innezuhalten und in einen tiefen Kontakt mit meinem Inneren zu gehen. Dabei spüre ich automatisch, was gerade bei mir los ist. Oder auch „lost“, denn das Leben hat verschiedene Facetten, und manchmal bleibt auch etwas auf der Strecke. Dank des Strömens und der damit verbundenen Gedankenhygiene kann ich mich zum Glück immer wieder neu finden.
Und das Wiederanknüpfen an meinen Kern hat eine enorme Wirkung: Ich zeige mich ohne Filter. Ich meine damit natürlich die Masken und Äußerlichkeiten, auch die inneren Filter. Ich darf auch Schwächen und Marotten haben. Und ich darf auch altersgemäß auftreten, und manchmal eben auch ganz und gar nicht so, wie „man“ das von einer fast 60-Jährigen erwarten würde. Das entlastet ungemein, denn anstatt im Außen zu schauen, welches Image denn jetzt am günstigsten ist, um möglichst viele Klientinnen zu akquirieren, zeige ich mich doch lieber direkt authentisch und zutiefst menschlich. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass ich solch eine Haltung bei anderen total sympathisch und anziehend finde. Also kann ich davon ausgehen, dass es anderen im Umkehrfall genauso gehen wird.
Ich liebe mein Projekt „Great Ager„! Ich möchte 2026 gern eine Community aufbauen, in der ganz viele großartige Frauen aufblühen können und als sie selbst schwungvoll durchs Great Ager Leben schreiten. Dazu bedarf es natürlich bei mir einer Klarheit und Positionierung. Ich kann und darf mir eine Haltung erlauben! Klarheit gehört zu meinen wichtigsten 3 Werten, und so ist es mir besonders wichtig, immer wieder für mich klarzubekommen, wer ich jetzt gerade bin. Neulich hörte ich im Radio „I am what I am“ von Gloria Gaynor. So ein großartiges Lied! „I am what I am, and what I am needs no excuses!, singt sie. Genau. Es braucht für das, was ich bin, keinerlei Entschuldigungen.
I am what I am and what I am needs no excuses
I deal my own deck, sometimes the ace, sometimes the deuces
It’s one life and there’s no return and no deposit
One life so it’s time to open up your closet
Life’s not worth a damn ‚til you can shout out
I am what I am.
Gloria Gaynor
3. „Ich bin, wer ich bin“ für mich ganz persönlich
Wahrhaftigkeit ist Grundbedingung für echte Verbindungen. Sie ist keineswegs eine Rechtfertigung für keinerlei Entwicklung („Ich bin halt so, das ändert sich auch 2026 nicht!“) oder ein Überstülpen meiner Persönlichkeit („Ich bin so, also soll die Welt gefälligst auch so sein.“). Vielmehr habe ich mein Motto aus den tiefsten Tiefen meines Herzens ans Licht befördert, und es bedeutet mir sehr viel.
„Ich bin, wer ich bin“: Dazu gehört als Grundvoraussetzung bedingungslose Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Schluck! Das ist schon was Großes. Aber es ist auch sehr, sehr entspannend, wenn ich das so recht bedenke. Es gibt keine Alternative zur Wahrhaftigkeit. Ich sage „Wahrhaftigkeit“, weil ich das deutsche Wort so toll finde. „Authentizität“ ist zwar auch cool, aber die deutsche Variante beinhaltet die Wahrheit. Wahrhaftig unterwegs zu sein, das bedeutet für mich schlesisches Chamäleon, ruhig und klar meine Herkunft zu benennen (hier habe ich eine lange Geschichte der Verschleierung hinter mir!).
Und auch unbequeme Wahrheiten klar zu benennen, zu mir zu stehen, und natürlich auch solidarisch anderen Menschen gegenüber zu sein. Haltung zeigen: Auch das bedeutet für mich „Ich bin, wer ich bin.“ Die Welt kann ruhig wissen, mit wem sie es zu tun hat. Das erleichtert den Umgang ungemein, und ein Miteinander in Klarheit und Wahrhaftigkeit ist für mich genau das, was es jetzt braucht. Ich möchte niemanden missionieren oder überzeugen, vielmehr durch mein So-Sein eine Resonanz erzeugen für diejenigen, die sich einfinden wollen. Für einen guten und echten Umgang miteinander. Wenn ich es so recht bedenke, freue ich mich riesig auf dieses 2026!! Es wird großartig, es wird groß und wahrhaftig.
Du willst mich 2026 dabei begleiten, wie ich mein Motto umsetze?
Mein Motto ist eine Öffnung zur Welt: „Schaut her, so bin ich!“ Ich bin wahrhaftig, ich verstecke mich nicht hinter Rollen, Images oder Marketingideen. Indem ich mich wahrhaftig zeige, übernehme ich Verantwortung. So der Plan.
Du möchtest Teil dieser Dynamik werden? Du willst Dich in 2026 auch in das großartige Abenteuer des „Ich bin, wer ich bin“ stürzen? Ich begleite Dich dabei! Strömenderweise kommst Du Dir selbst Schritt für Schritt näher, und Du baust eine unglaubliche Vitalität und Stabilität auf.
Du kannst jetzt schon mit der Strömgruppe starten, oder folge mir auf Instagram, dort findest Du immer die aktuellen Kurse. Lass uns gemeinsam die Welt zu einem freundlichen Ort machen!

ÜBER MICH: Ich bin Jin Shin Jyutsu Praktikerin aus Krefeld. Im Jahr 2000 habe ich Jin Shin Jyutsu, auch als „Strömen“ bekannt, kennengelernt. Nach meiner Ausbildung zur Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Selbsthilfelehrerin habe ich 2004 meine eigene Praxis gestartet. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich diese Kunst bis heute mit so vielen Menschen teilen darf. Ich gebe Selbsthilfekurse und auch Einzelbehandlungen. Mein Leitmotiv ist: Zurück in die Einfachheit. Es ist alles schon da!
Außerdem bin ich Bloggerin und ein Great Ager: Ich ermutige Frauen, jenseits von Altersklischees ein großartiges Leben zu führen. Ich schreibe nicht nur darüber, sondern kombiniere es mit dem Strömen – ein einfacher, kraftvoller und äußerst effektiver Weg zur Selbstermächtigung.
Mehr über mich findest Du hier: Über mich.
