Byebye Algorithmus-Stress. Warum ich nur noch poste, wenn ich etwas zu sagen habe.

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Johanna Wienzek Byebye Algorithmus Stress

Seit geraumer Zeit habe ich eine hartnäckige Blockade, wenn es darum geht, die „erforderlichen“ drei Posts pro Woche auf Instagram und Facebook zu „leisten“. Allein die Wortwahl macht mich fertig, und ich fühle mich wie in einem Hamsterrad. Das ist doch alles künstlich aufgebauscht und selbstgemacht! Wer kann mir denn bitteschön vorschreiben, wie häufig ich zu posten habe, nur, damit ich auch fein im Feed anderer User erscheine? Das ist der reinste Algorithmus-Stress, oder vielmehr: Algorith-MUSS, und da sage ich: „Byebye!“

Als ich dann auch noch in einem Beitrag von Judith Peters aka Sympatexter auf genau diese Thematik gestoßen bin, hat etwas in mir „Klick“ gemacht. Da war sie, die Erkenntnis, dass ich ja schon seit einigen Wochen nur noch dann den Social Media Mund aufmache, wenn ich wirklich etwas mitzuteilen habe. Ich habe zwar tolle Redaktionspläne, aber ebenso habe ich einen Widerstand in mir, der stärker ist als alle Vernunftargumente. Und genau hier setze ich an: Ich höre auf mich und mein Bauchgefühl. Denn dieses sagt mir ganz klar: „Es kommt nicht eine Person mehr in Deine Kurse, wenn Du dieses wilde Rennen mitmachst.“ Vielmehr kommen die Menschen zu mir, die meine Inhalte gern lesen, die Tiefgang suchen, und die mich so oder so gefunden hätten. Diese innere Klarheit hat einen regelrechten Stöpsel gezogen, und ich sprühe zurzeit vor Kreativität. Ist das nicht interessant? Indem ich mir die Fesseln sprenge, die mich am Schreiben hindern, löse ich eine Welle der Freiheit und Gelassenheit aus, die mir erst den erforderlichen Nährboden für Kreativität ermöglichen.

Kurz und knackig: Byebye Algorithmus-Stress

1. Ich habe für mich erkannt: Ich poste lieber dann, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe.
2. Wenn ich den Algorith-MUSS-Stress bediene, leidet die inhaltliche Qualität.
3. Ich glaube zutiefst daran, dass diejenigen, die ohnehin zu mir kommen möchten, mich auch dann finden, wenn ich nicht im Hamsterrad-Modus poste.
4. Diese Haltung macht mich glücklich, frei und authentisch, und das wiederum lässt mich vor Kreativität sprudeln!
5. Was vermutlich dazu führen wird, dass ich sehr viel mehr mit sehr viel mehr Herz posten werde. 🙂

3 Gründe, warum die ewige Jagd nach dem perfekten Algorithmus für mich nicht mehr passt

Slave to the algorithm? Nee, dann tanze ich lieber zu „Slave to the Rhythm“ von Grace Jones! Ich beobachte gerade bei sehr vielen Content Creators, dass sie sich diesem Druck mehr und mehr entziehen, und gegen den künstlich erschaffenen Stress aufbegehren. Und ich bilde hier keine Ausnahme. Ich poste seit Wochen, ja, Monaten nur noch Substanzielles, statt der hohen Anzahl an Posts, die mir den vermeintlichen „Erfolg“ garantieren.

Im Prinzip hielt ich es für eine Superidee, einen minutiösen Redaktionsplan, gern auch in Zusammenarbeit mit Claude, zu erstellen und umzusetzen. Doch ich habe eine tiefe, große, unüberwindliche Abneigung gegen diese Art von Kasteiung in mir. So sehr ich mich auch überwinde, es gelingt mir nicht, dieses „Nein“ zu ignorieren. Ich möchte keine leeren Marketingtexte mehr posten. Meine Arbeit lebt von Tiefgang und Empathie, und die Welt des Algorithmus ist diametral entgegengesetzt zu dieser Haltung.

Werde ich also nie wieder locker-flockige Texte posten? Natürlich werde ich das. Aber ich werfe das Konzept „Du musst 3 × die Woche etwas posten, sonst bekommst Du keine Follower mehr“ so was von über Bord! Und das sind meine Beweggründe für diesen radikalen Kurswechsel:

Dieser Dialog mit Judith hat es mir klargemacht: Der Algorith-MUSS ist doof.

Es widerstrebt mir ungemein, einfach nur Blabla zu posten.

Ich schreibe meine Texte mit dem Herzen. Das ist ein tiefgreifender Prozess, der mich manchmal wochenlang beschäftigt, und das kann mit der schnelllebigen Posterei auf den Socials überhaupt nicht zusammengehen. Wollte ich drei Postings pro Woche schaffen, müsste ich mich andauernd wiederholen und/oder permanente Blabla-Werbeposts fabrizieren. Das möchte ich nicht. Punkt.

Ich bin bei Instagram & Co nicht frei.

Meine Themen sind nicht immer das, was bei den Socials glatt „durchgeht“. Ja, Du hast richtig gelesen: Bestimmte Inhalte sind nicht so gern gesehen, zum Beispiel alles rund um das Thema Impfschaden nach COVID-19-Impfung. Der lustige Algorithmus limitiert solche Beiträge gern, und ich persönlich finde das ausgesprochen unlustig.

Habe ich Lust, mich solch einer Zensur zu unterwerfen, nur, um mehr Follower zu generieren? Rhetorische Frage. Natürlich nicht! Ich hab keinen Bock auf gestutzte Flügel und einen Bann, der derart gegen meine innere Haltung ist, dass ich es kaum in Worte kleiden kann. Daher schreibe ich lieber meine Texte hier, in meinem Zuhause, und hier bin ich frei.

Darüber hinaus bin ich bei Instagram auch durch die limitierte Wortanzahl schon oft an meine Grenzen gekommen. Ich schreibe gern episch, und deshalb liebe ich meinen Blog so sehr. Die ungeschriebenen und unergründlichen Regeln, nach denen ich häufiger im Feed anderer User auftauche, sind mir ein ewiges Rätsel, zumal sie auch gefühlt im Wochentakt geändert werden.

Ich mag Instagram übrigens trotzdem. Es ist schon merkwürdig: Dort finde ich allerlei guten, tiefgründigen, lustigen und gehaltvollen Content, und ich bin ganz sicher, dass wir User und Creators es in der Hand haben, die Regeln zu unseren Gunsten zu gestalten. Indem ich mich dem Diktat entziehe, mache ich ein Experiment und schaue, wie die Entwicklung sein wird.

Ohnehin glaube ich fest an das Gesetz der Resonanz. Wer zu mir kommen will, wird mich finden. Da brauche ich gar nicht durch brennende Reifen zu springen und einen Salto zu machen. 🙂

Stress kommt erfahrungsgemäß von ganz allein, das muss ich also nicht noch befeuern.

So ist es. Wozu soll ich mir ein Leben im Hamsterrad kreieren, wenn ich stattdessen lieber kreativ und tiefgründig schreiben kann? Und das, was dabei herauskommt, werde ich dann ganz sicher mit der Socials-Welt teilen – in meinem Rhythmus.

Stress ist übrigens nachweislich ein Super-Blockierer. Unter Druck zu schreiben und zu produzieren, geht immer zuungunsten der Qualität, und das wiederum widerspricht meinem Jahresmotto 2026 (das eigentlich ein Lebensmotto ist): Ich bin, wer ich bin.

Statt Algorith-MUSS echte Verbindungen schaffen: Was ich stattdessen mache

Ich schreibe wieder mit sehr viel mehr Hingabe und Kreativität. Ich schreibe vor allem hier, in meinem Blog-Zuhause, und ich tausche mich mit meinen Klientinnen aus. Interessant! Seit ich mir selbst gestatte, mich diesem Hassel zu entziehen, habe ich nämlich mehr Freiraum für Austausch jenseits der Socials. Echter Austausch anstelle von Werbebotschaften – das hat was! Sehr, sehr empfehlenswert.

Was meine ich mit „echtem Austausch“? Ich kommuniziere deutlich mehr mit meinen Klientinnen und auch Interessentinnen. Allein durch den Newsletter haben schon interessante Mailwechsel stattgefunden, und auch mein Freebie lädt zu Fragen ein.

Was sich für mich dadurch verändert hat

Ich bin schlichtweg entspannter. Seit ich mir keinen Posting-Druck mehr mache, gehe ich seltener online und ich habe wieder mehr Zeit, um „einfach mal dazusitzen und über das Leben nachzudenken“, wie Astrid Lindgren zu sagen pflegte.

Was sich für mein Business ändert? Offen gestanden: Nichts! Ich erreiche meine Interessentinnen und Kundinnen über Newsletter und Blogartikel, und ich poste bei Instagram und Facebook nur die Dinge, die mich in Kontakt und Verbindung bringen. Es ist also eine entspannte Win-win-Situation.

Für mich persönlich hat sich jedoch innerlich unglaublich viel sortiert. Ich habe wieder viel mehr Lust, gehaltvolle Postings zu planen, denn schließlich habe ich viel zu sagen. Allein das Thema Great Ager! Und die Tiefen, die Sicherheitenergieschlösser, die Organströme – Jin Shin Jyutsu ist wirklich mein Lebensthema, da gibt es nichts zu wollen. Und ich freue mich jetzt schon auf meine neue kreative Phase.

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Von Johanna Wienzek

ÜBER MICH: Ich bin Jin Shin Jyutsu Praktikerin aus Krefeld. Im Jahr 2000 habe ich Jin Shin Jyutsu, auch als "Strömen" bekannt, kennengelernt. Nach meiner Ausbildung zur Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Selbsthilfelehrerin habe ich 2004 meine eigene Praxis gestartet. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich diese Kunst bis heute mit so vielen Menschen teilen darf. Ich gebe Selbsthilfekurse und auch Einzelbehandlungen. Mein Leitmotiv ist: Zurück in die Einfachheit. Es ist alles schon da! Außerdem bin ich Bloggerin und ein Great Ager: Ich ermutige Frauen, jenseits von Altersklischees ein großartiges Leben zu führen. Ich schreibe nicht nur darüber, sondern kombiniere es mit dem Strömen - ein einfacher, kraftvoller und äußerst effektiver Weg zur Selbstermächtigung. Mehr über mich findest Du hier: Über mich.

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