Irgendwas ist immer. Und immer geht es weiter. Mein September 2026.

Veröffentlicht am Kategorisiert als Persönliches, Rückblicke 2 Kommentare zu Irgendwas ist immer. Und immer geht es weiter. Mein September 2026.
Seerose Irgendwas ist immer

Mein September 2026 war geprägt von einer Erkenntnis: Irgendwas ist immer. Und immer geht es weiter. Oder, wie meine Oma Mimi zu sagen pflegte: „Wird schon, Mäuserle.“

Ich habe weiter an meiner Gesundheit geschraubt, und yeah – es wird immer besser! Strömen hilft natürlich, aber ich habe ein weiteres Ass aus dem Ärmel geholt: Clean Eating. Zufällig und am eigenen Leib erlebt, begeistert es mich gerade total, mich mit einer für mich passenden Ernährung zu beschäftigen.

Was war noch los im September? Ein tolles Webinar zum Thema „Lilith und Steinbock“ bei Ilona Clemens. Ein sensationell toller und erholsamer Urlaub: jede Menge zauberhafter Augenblicke fürs Füllhorn. Viel Spaß beim Lesen.

Mut zur Lücke, immer wieder

Seit drei Monaten habe ich mit den Folgen eines (letztlich) banalen Kriebelmückenstichs zu tun. Kaum zu glauben, aber dieser kleine Stich hat bei mir eine systemische Reaktion ausgelöst, so, dass ich seit Wochen in ärztlicher Behandlung bin. Natürlich nicht bei irgendeinem beliebigen Arzt, sondern bei meinem Doc, der mir seit 2,5 Jahren bei meinem Post Vac Syndrom hilft.

Es stellt sich heraus, dass mein System durch Selbiges derart instabil ist, dass ein Insektenstich (oder ein minikleiner Infekt) zu einem großangelegten inflammatorischen Geschehen führen können. Klingt jetzt sehr wissenschaftlich, meint aber schlichtweg Aua im ganzen Körper. Sehr unschmackhaft! Dank des Strömens und dank meines Docs bin ich diesmal recht schnell aus der Schmerzspirale rausgekommen. Dennoch: Ganz weg ist die ganze Chose noch nicht, wir arbeiten daran.

Ich hab’ im September täglich abschätzen müssen, was geht, und was nicht funktioniert. Es gab Tage, an denen ich locker flockig ins Gym gehen oder beschwingt tanzen gehen konnte, und dann gab es auch Strecken, die mich gezwungen haben, die Bälle gaaaaanz flach zu halten.

Habe ich mich entmutigen lassen? Nein, natürlich nicht. In den vergangenen fünf Jahren habe ich gelernt, den Augenblick zu nehmen und zu 101% auszukosten. Das ist ein permanentes Mindset-Training, und ich habe es mir ganz sicher nicht ausgesucht, aber im Ergebnis ist es tatsächlich so, dass ich jede Lücke nutze. Und ich habe Mut zur Lücke! Deshalb schreibe ich auch darüber, denn ich bin mir sicher, dass es sehr viele Menschen gibt, denen es ähnlich geht. Und ich möchte all diejenigen ermutigen, die an doofen Tagen denken: „Das geht nie vorbei!“

Doofe Tage kenne ich nämlich auch, und das nicht zu knapp. Und das ist doch auch völlig klar. Es gehört zum Leben, ja, zur Lebendigkeit dazu: Leben ist Veränderung, ist Bewegung, ist Anpassung. Und vor diesem Hintergrund kann ich sagen: Jo, ich fühle mich sehr lebendig. Und ich nutze jede Lücke voller Mut und Freude.

Das nährende Prinzip reloaded

Ich habe rein zufällig (gibt es überhaupt Zufälle?) im Urlaub begonnen, meine Ernährung ein wenig anzupassen. Ich hatte Appetit auf eine Bockwurst und habe sie prompt nicht vertragen. Die Wirkung war so unmittelbar, dass ich es sofort benennen konnte.

Mit Claude (meinem KI‑Freund für alle Lebenslagen) habe ich dann eine Analyse der Bestandteile machen können, und das hat dann eine Kettenreaktion ausgelöst. Ich habe regelrechte Detektivarbeit betrieben und meine Ernährung analysiert, ausgewertet und einiges angepasst.

Das Ergebnis verblüfft mich zutiefst. Ich habe mich schon immer sehr für die Wirkung von Ernährung auf meine Gesundheit interessiert. Dabei habe ich auch abenteuerliche Experimente in Kauf genommen und merkwürdige Dinge gegessen – nur, um sie wieder zu verwerfen, denn Genuss und ein wohliges Gefühl von Genährtsein stehen für mich immer an erster Stelle.

Essen, das ist für mich Zuhause. Das Gefühl, es ist alles gut, ich bin umsorgt und in Sicherheit. Ich koche unglaublich gern, und ich esse auch gern voller Genuss. Und vor dem Hintergrund von Gesundheit bin ich auch bereit, mich von Routinen zu lösen und auch Sachen zu meiden, die mir nicht guttun. Pommes zum Beispiel. Es ist echt traurig! Ich LIEBE Pommes, aber es geht mir danach immer schlecht; ich habe pseudoallergische Reaktionen und Bauchgrummeln – warum sollte ich mir das antun, nur für den kurzen Genuss am Gaumen? Seit meiner Detektivarbeit habe ich sogar verstanden, welche Prozesse dabei stattfinden und was daran ich nicht vertrage. Verzicht ist es für mich dennoch nicht, eher eine Erleichterung, weil ich weiß, dass es mir viel besser ohne Pommes geht.

Ich habe seit 30 Jahren eine Weizenallergie (ein Zufallsbefund bei meiner damaligen Ärztin), das übt. Ich scanne ohnehin schon alles, was ich essen möchte, auf Weizen. Und mit meiner neuen, hochmotivierten Haltung scanne ich jetzt auch noch auf andere Bestandteile, und kann wirklich sagen: Weniger ist mehr. Je weniger denaturiert, desto besser vertrage ich Lebensmittel. Ok, das gilt vermutlich für alle Menschen, aber in meinem Fall macht es viel aus: Das Entzündungsgeschehen wird befeuert, wenn ich Lebensmittel zu mir nehme, die das System noch zusätzlich belasten. Und es macht ganz viel Sinn, Lebensmittel zu essen und zu kombinieren, die die Mitochondrien-Bildung unterstützen.

Macht Sinn, oder? Da ich seit fünf Jahren ständig mit Schmerzen und anderen Symptomen aufgrund von Post Vac zu tun habe, ergreife ich diese Chance, an einer Stellschraube zu drehen, die ich selbst in der Hand habe. Clean Eating also! So naturbelassen wie möglich. Das ist absolut machbar, und lecker sowieso, und ich kann es ohne Umstände in meinen Alltag einbauen. Ich liebe so was!

Als ich meinem Doc davon erzähle, ist er restlos begeistert. Er ist ausgebildeter TCM-Arzt und entsprechend auch ein Profi der TCM‑Ernährung (5-Elemente-Ernährung). Er empfiehlt mir, mein Milz-Qi und mein Nieren-Qi zu stärken, etwas, mit dem ich wiederum sehr viel anfangen kann. Einerseits, weil die Elemente im Jin Shin Jyutsu auch eine Rolle spielen, andererseits, weil ich vor über 20 Jahren eine längere intensive TCM-Phase hatte und diese Küche mir sehr vertraut ist. Ein Kreis schließt sich.

Ich esse jetzt wieder mehrere kleine, warme Mahlzeiten am Tag. Auch morgens. Einige Lebensmittel lasse ich weg, andere sind hinzugekommen. Ich bin verblüfft: Nach nur einer Woche ist mein Heißhunger auf Süßkram verschwunden. Ich habe mehr Energie. Mein Raynaud-Syndrom ist kaum noch vorhanden (das ist eine Durchblutungsstörung, die Finger werden plötzlich ganz kalkweiß und kalt, und es braucht einige Zeit, bis es sich wieder reguliert. Auch so ein schickes Gadget seit dem Post Vac. Grmpf.)

Aber das Beste daran ist, dass es sich tatsächlich anfühlt wie nach Hause kommen. Das nährende Prinzip ist so ein wesentlicher Baustein für ein ausgeglichenes Leben. Und ich bin so unglaublich begeistert davon, wie lecker und abwechslungsreich ich jetzt wieder koche. Mein Gatte ebenso, er profitiert auch davon und blüht auch gerade richtig auf.

Meine Mitnehmsel aus dem September 2026

Ich nehme in den Oktober mit:

  • Begeisterung.
  • Genuss.
  • Genährtsein.
  • Dankbarkeit.
  • Vitalität.
  • Mein Tag hat mehr „Ich“.
  • Übersicht im Kleiderschrank.
  • Mut zur Lücke.

Die Dalasse: Das lasse ich im September 2026

  • Un-Clean Eating.
  • Ein Riesenkarton mit Kleidung.
  • Heilungs-Druck.
  • Pommes.
  • Kompromisse.
  • Selbstgebastelten Zeitdruck wegen nicht geschriebener Texte.
  • Vergangenes.

Das Füllhorn

Diese Dinge haben mich im September erfüllt und mir Energie gegeben:

  • Unser großartiger Urlaub in der Lüneburger Heide. Wir sind für den frostigen Sommerurlaub mehr als entschädigt worden! Es war ein einziges Träumchen, von dem wir jetzt noch zehren. Frage meiner Freundin: „Habt Ihr denn außer Naturlandschaften auch andere Orte besucht?“ Meine Antwort: „Nö.“
  • Kochen. Ausprobieren. Genießen. Siehe oben. 🙂
  • Das Buch „Broder“ von Dörte Hansen. An einem Tag gelesen. Knaller!
  • Ein großartiger Astro-Salon bei Ilona Clemens. Ich bin hin und weg, es ging um Lilith und Steinbock, und es gab nicht nur inhaltlich Tolles, sondern auch geführte Meditationen und Schreibsessions, und am Ende mein Satz des Abends: „Mein Tag braucht mehr ‚Ich.'“
  • Tanzen mit meiner Freundin. Wie jeden Monat bei der Ü50 Party, und wie seit 41 Jahren ein pures Vergnügen.
  • Mein Kleiderschrank-Makeover mit meiner großartigen Stylistin Kathy Gering. WOW, hab ich jetzt Platz im Schrank! Es ist erstaunlich, an welchen ollen Klamotten man doch hängt, die man seit 20 Jahren nicht mehr getragen hat. Jetzt haben wir eine Struktur reingebracht, und ich kann sagen: Analog zu Clean Eating, ist es hier Clean Clothing. Weniger ist auch im Kleiderschrank mehr.

Von Johanna Wienzek

ÜBER MICH: Ich bin Jin Shin Jyutsu Praktikerin aus Krefeld. Im Jahr 2000 habe ich Jin Shin Jyutsu, auch als "Strömen" bekannt, kennengelernt. Nach meiner Ausbildung zur Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Selbsthilfelehrerin habe ich 2004 meine eigene Praxis gestartet. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich diese Kunst bis heute mit so vielen Menschen teilen darf. Ich gebe Selbsthilfekurse und auch Einzelbehandlungen. Mein Leitmotiv ist: Zurück in die Einfachheit. Es ist alles schon da! Außerdem bin ich Bloggerin und ein Great Ager: Ich ermutige Frauen, jenseits von Altersklischees ein großartiges Leben zu führen. Ich schreibe nicht nur darüber, sondern kombiniere es mit dem Strömen - ein einfacher, kraftvoller und äußerst effektiver Weg zur Selbstermächtigung. Mehr über mich findest Du hier: Über mich.

2 Kommentare

  1. Liebe Johanna,
    Du schreibst mir immer mal wieder, dass du mich gerne liest.
    Umgekehrt ist das genauso.
    Ich liebe, liebe, liebe, wie, was und worüber du schreibst.
    Ich liebe auch die Ästhetik deines Blogs.
    Deine Kraft und deine Entschlossenheit, dein Leben unter allen Umständen genussvoll zu leben – mit dem Mut zur Lücke- beeindrucken mich immer wieder.
    Inspiriert bin ich besonders durch das, was du über Ernährung schreibst. Sie ist ein so wichtiger Schlüssel und es geht überhaupt gar nicht darum, sich z.b. ne Pommes nicht zu gönnen. Auch mein eigener Körper sagt mir immer deutlicher: bekommt mir oder bekommt mir nicht.
    Last but not least: danke fürs Verlinken. Der Astro-Salon mit euch war ein Geschenk.
    Und du bist es auch! Liebe Grüße aus Berlin von Ilona

    1. Liebe Ilona,
      wir sind wohl gegenseitige Fans, oder? 🙂 Wie schön.
      Ich danke Dir von Herzen für Deine wunderbare Rückmeldung, und dass Du mich auf diese Art und Weise wahrnimmst, finde ich großartig.
      Ich freue mich JETZT schon auf unser persönliches Treffen – es wird kommen, dessen bin ich gewiss.
      Herzliche Grüße nach Berlin aus dem schönen Fischeln
      Johanna

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