Wie lebe ich ein großartiges Leben als Great Ager?

Veröffentlicht am Kategorisiert als Great Ager, Jin Shin Jyutsu 2 Kommentare zu Wie lebe ich ein großartiges Leben als Great Ager?
Johanna Wienzek Blogparade 2026

Dies ist mein Beitrag zu meiner eigenen Blogparade, die ich am 22. Juni 2026 gestartet habe. Mein Ziel: Ich sammle bis zum 2. August 2026 so viele tolle Impulse wie möglich, um möglichst viele unterschiedliche Strategien für ein großartiges Leben als Great Ager zusammenzutragen. Möge die Sammlung zahlreiche Frauen inspirieren, wie sie ein vitales und freudvolles Leben in jedem Alter führen können.

Wenn Du möchtest, kannst Du gern noch teilnehmen und uns Deine besten Strategien für Deinen Alltag als Great Ager verraten. In meinem Aufruf zur Blogparade findest Du alle Informationen, um teilzunehmen.

Also, jetzt mal Hand aufs Herz. Was macht das Leben als Great Ager großartig? Ich könnte jetzt in Plattitüden verfallen, tausend Strömtipps geben, oder aus dem Nähkästchen plaudern, was mir bei schlaflosen Nächten hilft. Eine Liste erstellen, was ich alles tue, um geschmeidig zu bleiben, und welche Supplemente mir helfen.

Ganz ehrlich? Das ist öde. Das kannst Du überall nachlesen, und Du hast vermutlich schon Deine eigene Strategie gefunden, in diesem (manchmal im doppelten Sinne des Wortes) aufregenden Lebensabschnitt klarzukommen.

Stattdessen teile ich meine Erkenntnisse mit Dir. Die Erfahrungen, die ich mit fortschreitendem Alter mache, sind das, was mich formt. Daraus ergeben sich für mich Klarheit, Gelassenheit und Leichtigkeit, die ich in meinem Leben umsetze. Ich erhebe natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit – es ist für mich stimmig, und ich freue mich natürlich sehr, wenn es auch für Dich passt. Mein Ansinnen ist es, eine Sammlung an Impulsen und Strategien zusammenzutragen, und so gehe ich mit gutem Beispiel voran und erzähle Dir von meinem großartigen Leben als Great Ager.

Erstens: Ich bin irgendwie cooler geworden.

Ernsthaft! Als ich jünger war, waren mir die Meinungen anderer wesentlich wichtiger als heute. Mittlerweile denke ich mir: „Echt jetzt, meine Lebenszeit ist begrenzt, der einzige Mensch, mit dem ich WIRKLICH klarkommen muss, bin ich selbst!“. Ich erkläre mich einfach nicht mehr. Und so lebe ich mein Leben immer mehr nach meinen eigenen Vorstellungen. Ich lerne mich immer besser kennen, und hey: Ich bin echt super!

Ich weiß inzwischen sehr genau, was ich brauche, um glücklich zu sein. Dazu gehört beispielsweise, dass ich viel Ruhe und Rückzug brauche, gerade auch, weil ich sehr kommunikativ bin. Zum Wiederaufladen meiner Batterien benötige ich Zeit und Raum für mich, und meine Warnleuchte geht zum Glück mittlerweile beizeiten an – ich muss mich nicht (mehr) knallhart abgrenzen oder dramatisch zurückziehen. Wisse, wer Du bist, und Du bekommst, was Du brauchst – so kann ich es kurz und knackig zusammenfassen.

Genauso erlaube ich mir mittlerweile, einen scheinbar kontroversen Lebensstil zu führen, der vielleicht nicht jedem anderen Menschen entspricht – dafür mir umso mehr. Ich lebe auf dem Land – ok, Vorort trifft es besser! – und finde das sehr beglückend. Wir haben drei Katzen und sind sehr naturverbunden. Gleichzeitig liebe ich Technomusik und bin gern auf einer urbanen Stippvisite in Düsseldorf (meiner langjährigen Heimatstadt), und jedes Mal, wenn ich wieder zurück ins Dorf komme, bin ich glücklich. Ich erlaube mir, das Beste aus beiden Welten zu leben.

Beruflich bin ich auch einfach klar. Ich bin die klassische Solo-Selbstständige, alles andere funktioniert nicht. Seit 2004 habe ich eine eigene Praxis für Jin Shin Jyutsu und gebe Kurse zur Jin Shin Jyutsu Selbsthilfe. Zu mir kommen Menschen, die sich einfach mal abgeben möchten und auf meiner Behandlungsliege eine Stunde lang abschalten können. Ich teile mir meine Arbeitszeiten so ein, dass ich keine Über- oder Unterforderung habe, und ich arbeite in einem Beruf, der mich erfüllt und beglückt. Die dazugehörige Tiefe und Spiritualität erkläre ich nicht mehr – wozu auch? If you know, you know.

Fun Fact: Je mehr ich mir selbst erlaube, mein Leben so zu leben, dass ich ein tiefes inneres Schnurren verspüre, desto toleranter werde ich anderen gegenüber. Soll jeder Mensch doch nach seiner Fasson glücklich sein! Es liegt so viel Freiheit und Entspannung in dieser Haltung, wenn ich sie wirklich und wahrhaftig fühle.

Zweitens: Don’t forget to hüpf!

Mein Alltag als Great Ager fordert mich ganz schön, denn neben meiner Selbstständigkeit betreue ich meine Mutter. „Betreuen“ bedeutet nicht, dass sie gepflegt werden muss, aber jeder Mensch, der als sogenannter pflegender Angehöriger unterwegs ist, weiß, wovon ich spreche.

Meine Strategie, um das Ganze voller Hingabe und Freude zu stemmen: Ich fülle meine Glücks-Synapsen immer wieder maximal auf. Ich habe schon in jungen Jahren super gern getanzt, das war immer meine Ladestation. In den 90ern war ich von Anfang an bei den Raves dabei, später dann in den Clubs unterwegs. Irgendwann habe ich dann – warum auch immer– damit aufgehört und gar nicht gemerkt, wie sehr es mir fehlt.

Doch seit einigen Jahren habe ich einfach wieder damit begonnen. Einfach so! Ich gehe regelmäßig tanzen, und meine Energiebatterien sind gefüllt! Außerdem gehe ich wieder häufig ins Museum, in Ausstellungen und auf (für mich) aufregende Events. Das füllt die Synapsen auf! Nicht zu vergessen: Je älter ich werde, desto häufiger nutze ich jede Schaukel, die ich unterwegs finde. Ernsthaft! Raus aus dem Kopf. Rein ins kindliche, unschuldige Vergnügen!

Fun Fact: Hier gilt das Prinzip der maximalen Fülle. Je mehr ich mir selber gönne, desto mehr kann ich mich mit und für andere freuen. Anstatt missgünstig und neidisch in der Ecke zu kauern, kann ich die phänomenalen Dinge feiern, die andere Menschen erleben, und mir vielleicht auch Inspirationen holen. Wenn mein eigenes Füllhorn überquillt, kann ich etwas abgeben, und ich tappe nicht in die Falle der Bedürftigkeit.

Drittens: Die Sache mit der Akzeptanz.

Klar ist es nicht schön, im brutalen Morgenlicht meine Falten zu sehen. Da gibt es nichts zu beschönigen! Aber nach und nach habe ich mich mit diesem neuen, gereiften Gesicht angefreundet – das bin ja schließlich ich! Wenn ich alte Fotos aus meiner Jugend sehe, bin ich von einer großen Zärtlichkeit erfüllt: Was für eine schöne junge Frau bin ich doch gewesen! Und was ist mit der heutigen Version? Genau! Was für eine schöne ältere Frau schaut mir da im Spiegel entgegen!

Es liegt immer im Auge der Betrachterin. Wenn ich mit tausendfacher Lupe nach Spuren der Vergänglichkeit suche, werde ich meines Lebens nicht mehr froh. Wenn ich jedoch mit liebevollem Blick in den Spiegel schaue, kann ich auch immer noch die Essenz der jüngeren Version erkennen. Da ich viel cooler geworden bin (siehe 1.) und dabei auch regelmäßig hüpfe (siehe 2.), ist die Selbstakzeptanz eine logische Konsequenz, was sonst?

Fun Fact: Ich habe einen Pakt mit meiner besten Freundin geschlossen. Wir hören ab sofort damit auf, negativ über unseren Körper und unser Verhalten zu reden. (Die Meisterstufe ist: Selbst in unseren Gedanken herrscht Wohlwollen uns gegenüber.) Dieser Pakt hat dazu geführt, dass ich ein viel besseres Verhältnis zu meiner Körperlichkeit entwickelt habe. Statt misstrauisch zu beäugen, was nicht mehr so ist wie „früher“ (wann eigentlich?), freue ich mich darüber, wie großartig mein Körper ist. Wir zwei, mein Körper und ich, haben es schon ganz schön weit zusammen geschafft!

Viertens: Ich habe eine Stylistin, und dabei geht es nicht um Kleidung.

Seit fünf Jahren habe ich eine Stylistin. Die großartige Kathy Gering ist mir vom Himmel geschickt worden! In der Stilreisebegleitung geht es natürlich auch ein wenig um Kleidung, klar, aber vor allem ist dabei der Aspekt von „Wie innen, so außen“ so spannend. In den Sessions mit Kathy habe ich mir nach und nach das zurückerobert, was im Laufe der Jahre verloren gegangen war.

Oder vielmehr: Was ich zwischengeparkt hatte, als ich mich auf anderen Spielwiesen ausgetobt habe. Ich könnte jetzt episch beschreiben, warum die Stilreise für mich so ein wertvolles Great-Ager-Tool ist (und vielleicht werde ich das auch noch in Form eines Blogartikels!), aber die Essenz ist: Ja. Ein ganz großes „Ja“ zu mir selbst, zum Leben, zum Begreifen dessen, dass jeder Mensch einzigartig ist, und dass es so wohltuend ist, sich in Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Sehe ich meine Einzigartigkeit und Schönheit, kann ich sie in anderen auch sehen.

Stilistisch bin ich durch diese Arbeit sicherer geworden, bin endlich wieder selbst-bewusst im Wortsinn, und ich weiß, wer ich bin. Ich bin nämlich ich! 🥰 Und ich bin so dankbar für Kathys wohlwollende, geduldige, humorvolle und kreative Begleitung! Sie hat das „Ja“ zu mir selbst längst ausgesprochen, als ich noch danach gesucht habe. „Dafür bist Du viel zu cool“, sagt Kathy, wenn ich mal wieder ein zu braves Outfit wähle. „Brav“ funktioniert bei mir nicht, und seit ich das fühlen kann, bin ich stimmig. In Pink oder Royalblau, und immer sichtbar. Ich traue mich wieder was.

Fun Fact: Den eigenen Stil zu kennen, bedeutet, mich selbst zu kennen. Dabei muss ich gar nicht das Rad neu erfinden – es ist nämlich alles schon da. Vielmehr geht es darum, die inneren Schätze zu bergen und nach außen zu bringen. Und das Spannende ist: Je mehr ich mich zeige, desto positiver ist die Reaktion im Außen.

Fünftens: Strömen für Great Ager? Na klar!

Es gibt nicht DEN einen Strom für Menschen ab 40. Das wäre ja auch Quatsch – Strömen ist in jedem Alter möglich. Jedoch habe ich mir im Laufe der Jahrzehnte (immerhin habe ich bereits 2000 mit dem Strömen begonnen) einige Strömereien angewöhnt, die einfach eine gute Vitalität und Mobilität ermöglichen.

Ich habe etwa mein Morgenritual. Seit mittlerweile 26 Jahren ströme ich morgens den Milzstrom und den Magenstrom. Im Laufe des Tages kommt dann noch die eine oder andere Strömerei dazu. Wenn Du neu hier bist, wirst Du jetzt vermutlich tausend Fragezeichen auf der Stirn haben. Milzstrom? Magenstrom? Was hat das mit Great Agern zu tun? 🙂
Strömen – so nennt man die Anwendung des Jin Shin Jyutsu. Dabei legst Du Deine Hände auf bestimmte Bereiche Deines Körpers, oder Du hältst Deine Finger. Einfach nur halten, kein Massieren oder Drücken. Durch das Strömen werden Deine Energiebatterien wieder aufgeladen.

Klingt komplex? Keine Sorge, es gibt Anleitungen und Bücher dazu. Und natürlich auch meine Online-Strömgruppe, in der Du Schritt für Schritt das Strömen erlernen kannst. Ich habe meine fünf besten Strömtipps für den Alltag bereits veröffentlicht, und ich empfehle unbedingt zur täglichen Wartung, alle Finger zu strömen. Ganz nach dem Motto „Vitalität kennt kein Alter“! Du kannst die Strömanleitung inklusive Erläuterungen kostenlos hier herunterladen.

Und was ist jetzt mit dem Milz- und Magenstrom? 🙂 Ich arbeite daran. Dazu werden in Bälde auch kostenlose PDFs zur Verfügung stehen. Und bis dahin wünsche ich Dir viel Freude mit dem Fingerströmen.

Fun Fact: Die Anwendung von Jin Shin Jyutsu ist einfach und keineswegs beliebig. Wenn Du einfach starten und dabei Dein Energielevel dauerhaft erhöhen möchtest, reicht es tatsächlich, jeden Tag alle Finger zu strömen. Über die Finger erreichen wir energetisch alle Schichten des Körpers, alle Organe, sowie Emotionen und Gedankenmuster. Alle Infos dazu findest Du in meinem Freebie.

Fazit: Das Leben als Great Ager ist großartig.

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber es ist eine Tatsache: Wenn ich mich kenne und weiß, was ich brauche, kann das Leben einfach nur gut sein. Vergänglichkeit, Optimierungsdruck, hormonelle Achterbahn – all das bleibt uns ja nicht erspart. Wie wir damit umgehen, ist jedoch unsere Entscheidung.

Ich kann mich quälen und krampfhaft versuchen, einem unrealistischen Ideal hinterherzurennen – oder ich gehe immer wieder in die Verbindung mit mir selbst und spüre, was ich gerade wirklich brauche. Dazu habe ich meine Werkzeuge:

  • Innere Klarheit
  • Innen wie außen
  • Jin Shin Jyutsu
  • Lebensfreude
  • Ernsthaftigkeit
  • Kompromisslosigkeit.

Übrigens: Wie hat das ganze Great-Ager-Ding auf meinem Blog begonnen? Hier findest Du die Antwort: Silver Ager? Best Ager? Fünfzig ist das neue Vierzig? Nö. Ich bin ein Great Ager! Du auch?

Von Johanna Wienzek

ÜBER MICH: Ich bin Jin Shin Jyutsu Praktikerin aus Krefeld. Im Jahr 2000 habe ich Jin Shin Jyutsu, auch als "Strömen" bekannt, kennengelernt. Nach meiner Ausbildung zur Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Selbsthilfelehrerin habe ich 2004 meine eigene Praxis gestartet. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich diese Kunst bis heute mit so vielen Menschen teilen darf. Ich gebe Selbsthilfekurse und auch Einzelbehandlungen. Mein Leitmotiv ist: Zurück in die Einfachheit. Es ist alles schon da! Außerdem bin ich Bloggerin und ein Great Ager: Ich ermutige Frauen, jenseits von Altersklischees ein großartiges Leben zu führen. Ich schreibe nicht nur darüber, sondern kombiniere es mit dem Strömen - ein einfacher, kraftvoller und äußerst effektiver Weg zur Selbstermächtigung. Mehr über mich findest Du hier: Über mich.

2 Kommentare

  1. Liebe Johanna, großartig 👏. Vielen Dank für deinen Blog und den Aufruf zur Blogparade.
    Das innere Schnurren ist die Beschreibung von dem was ich wieder spüre, wenn mich wohlig wärmende Sonnenstrahlen oder ein Kaminfeuer erreichen. Dann recke und strecke ich mich und genieße wie die wohlige Wärme meinen Körper flutet. Um immer öfter wird mir bewusst dass ich mich ganz intuitiv dabei Ströme.

    Liebe Grüße Claudia

    1. Liebe Claudia,
      das ist aber schön! Schnurr! Ich fühle es förmlich. Die wohlige Wärme und das Strömen – hach, das wärmt mein Herz!
      Vielen Dank fürs Teilen und einen schnurrenden Gruß, Johanna

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