Die Tatsache, dass aus meinem Februar-Rückblick eine Verschmelzung mit dem März-Rückblick wurde, ist kein Zufall. Die Themen des „Färz“ (= Februar + März) 2026 stehen thematisch eng miteinander in Verbindung, und es ist ein Spannungsbogen, der von Anfang Februar bis zum Ende März erkennbar ist. Es ist für mich ein regelrechter Weg der Heilung gewesen. Dabei bezieht sich das Thema „Morgens Fango, abends Tango“ natürlich auf meine gesundheitliche Situation. Aber nicht nur! Denn darin steckt auch so viel mehr. Es ist für mich Ausdruck einer guten Wahrnehmung dessen, was gerade möglich ist, und das ist eine Menge gewesen.
Ich habe in diesem „Färz“ ein sehr langes gesundheitliches Projekt zum Abschluss bringen können. Ich habe Karneval gefeiert, Bilder gemalt, mein Buchprojekt wieder in die Hand genommen sowie meine slawische Seele zum Jubeln gebracht. Außerdem war ich bei einem phantastischen Jin Shin Jyutsu Kurs von Matthias Roth und habe selbst ein neues Kursformat in die Welt gebracht.
Morgens Fango: Der Februar war der Monat der Spike-Ausleitung
Wie viele wissen, habe ich seit 2021 gesundheitlich einige Höhen und Tiefen durchlebt. Ich habe nach der Covid-Impfung eine Multisystemerkrankung entwickelt. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, kannst Du das hier nachlesen: „Mein „Davor“ und mein „Danach“: Mein Leben mit Post Vac, und warum die Welt dennoch ein freundlicher Ort ist„. Seit über vier Jahren bin ich in Behandlung, und es gab immer wieder Phasen der Besserung, doch dann auch immer wieder: BÄMMM! Zurück auf Anfang. Symptome kehrten zurück, wurden teilweise schlimmer. Sehr frustrierend, und natürlich auch sehr beängstigend. Doch zum Glück bin ich ein zäher Knochen. Ich bleibe am Ball, und ich habe sehr viel Zeit, Geduld, Geld und auch Vorschussvertrauen in meine Genesung investiert.
Um es kompakt zu halten: Die neuesten Erkenntnisse in der Post-Vac-Forschung zeigen, dass der Erfolg jedweder Therapie davon abhängt, ob es gelingt, die Spike-Proteine auszuleiten. Verbleiben diese Proteine im Körper und reproduzieren sich, ist es ein ewiger Kreislauf, denn die Spikes befeuern, vereinfacht ausgedrückt, das Entzündungsgeschehen im Körper. Die beste Therapie kann nicht nachhaltig wirken. Es ist, als ob man die Heizung auf 5 dreht und gleichzeitig alle Fenster aufreißt (um diesen Vergleich zu bemühen). Zum Glück ist mein Arzt auf dem neuesten Stand der Forschung und hat mir eine Therapie vorgeschlagen, bei der die Spikes ausgeleitet werden. Im Gegensatz zu einer „Blutwäsche“ (Apherese) wird dabei den Spikes der Nährboden zur Reproduktion entzogen. Die Chancen, dass sie ganz aus dem System ausgeleitet werden, sind groß. Ziel ist es, die Ursache, also die Spikes, zu eliminieren. Dann kann ein Aufbau und eine Selbstregulation erst wirksam werden. Selbstverständlich habe ich diese Möglichkeit genutzt, und so stand der Februar ganz im Zeichen der Genesung.
Es war ganz schön anstrengend! Doch zum Glück war nach der morgendlichen Behandlung, einer Ruhezeit und viel Strömen der Tag so gut strukturiert, dass ich meinen Alltag gut stemmen konnte. Und als der Februar in den März überging, konnte ich deutlich spüren: Da hat sich etwas verändert. Es geht mir gut! Ende März habe ich dann meine Laborwerte erhalten. Negativ! Keine Sikes mehr vorhanden. Bedeutet das jetzt, dass ich „geheilt“ bin? Ich vermag es nicht zu sagen. Zu oft bin ich desillusioniert worden, als es plötzlich wieder von vorne losging. Dennoch: Ich habe einen ärztlichen Befund, frisch aus dem Labor, und dieser besagt immerhin, es seien keine Spikes mehr nachzuweisen.
Ich bin immer noch ein wenig vorsichtig mit großen Worten oder Konfetti-Schmeißen, aber es sieht tatsächlich so aus, dass meine lange Geduld sich ausgezahlt hat. Das Beste daran ist jedoch, dass ich mich einfach nur gut und lebendig fühle, und ich habe eine tiefe, stille und demütige Dankbarkeit in mir. Was die Zukunft bringt? Das wissen wir ohnehin nie. Ich weiß einfach mittlerweile sehr viel (manchmal denke ich sogar: zu viel) über Spikes und was sie im Körper bewirken können, doch eines ist gewiss: Was auch immer kommen mag, ich bin gewappnet. Und heute bin ich spikefrei. Das allein zählt.

Abends Tango: Karneval, Kunst und Kreativität
Als absolutes Kontrastprogramm zu meinem Gesundheitsprojekt habe ich im Februar ganz großartig Karneval gefeiert. Mir war klar, dass ich als Gegengewicht zu meiner Behandlung schöne Dinge erleben muss. Also stürzte ich mich, wann immer es ging, ins Vergnügen: Zuerst habe ich als Lt. Uhura verkleidet gemeinsam mit meiner Freundin (die als Frida Kahlo einfach phantastisch aussah) an Altweiber in Düsseldorf getanzt. An Rosenmontag habe ich gemeinsam mit meinen beiden großartigen alten Ladys (meine Mutter (86) und meine Tante (83)) ein wenig geschunkelt. Wir haben es uns richtig schön gemacht, und ich freue mich JETZT schon auf nächstes Jahr.
Ich habe meine Kräfte weise eingeteilt, und sobald es fangomäßig (s.o.) ging, bin ich tanzen gegangen – Tanzen lädt meine Akkus einfach immer auf. Aber auch der Kunstgenuss ist nicht zu kurz gekommen, ich habe den KunstImpuls im Kaiser-Wilhelm-Museum wieder sehr genossen. Und als absolute Krönung war ich dann selbst auch noch kreativ! Ich war beim wunderbaren KreativStammtisch von Stephanie Möbest und habe gleich drei tolle Bilder gemalt. Eines davon hat mein Mann direkt zum Geburtstag geschenkt bekommen, und er hat sich riesig gefreut.
Mein Learning in diesem „Färz“: Ich kann das Leben nicht auf später verschieben. Meine Beschwerden sind nicht der Kompass, sondern meine Fähigkeit, den Augenblick auszukosten. Ich bin so glücklich, dass es mir möglich war, parallel zu meiner doch recht anstrengenden Behandlung so viele wunderbare Dinge zu genießen! Und ich bin mir sicher, dass die Lebensfreude und die tollen Erlebnisse dazu beigetragen haben, dass ich alles so gut verarbeiten konnte.






Zurück zu den Wurzeln: Meine slawische Seele jubelt
Bereits im Dezember hatte mein Mann mir einen DNA-Test geschenkt. Er ist seit Jahren sehr an Ahnenforschung, Ursprung und Abstammung interessiert, und er hatte solch einen Test bereits gemacht. Spannend! Die Daten reichen ca. 1000 Jahre zurück, und anhand des DNA-Profils kann erkannt werden, welche Völker und somit Spuren in unseren Genen zu finden sind. Völkerwanderungen, Eroberungen, Kriege, Handel – all das führte zu immer wieder neuen Konstellationen, und am Ende dieser Kette stehen wir. Toll und faszinierend, und so habe ich diesen Test ebenfalls eingeschickt.
Da ich in Polen geboren bin, ist das Ergebnis überhaupt nicht überraschend gewesen. Ich bin so was von slawisch! Die westlichste Ausdehnung meiner Gene sind Thüringen und Brandenburg, ansonsten bin ich, zumindest genetisch, im Osten beheimatet. Klar, das reißt keinen vom Hocker, bedenkt man meine Familiengeschichte. Doch für mich war es eine echte Offenbarung. Ich habe mich im „Färz“ ganz dieser Thematik geöffnet, und habe verstanden, wie wichtig diese Information für mich ist.
Ich bin rheinisch sozialisiert, denn ich lebe seit meinem zehnten Lebensjahr in Düsseldorf und Krefeld. Und doch, da war immer solch eine Lücke, die ich nicht hätte benennen können. Es lag an diesem Dazwischensein. Ich bin die Einzige aus meiner Familie, die akzentfrei Deutsch spricht. Das hat mich einerseits beheimatet, denn ich hatte meine Peergroup gefunden, doch gleichzeitig hatte es auch etwas Trennendes, da meine Familie anders sprach als ich. Ich habe dennoch meinen Weg gefunden – indem ich das Beste aus beiden Welten genommen habe und meine Identität daraus erwachsen ist.
Doch mit dem Ergebnis des DNA-Tests ist da etwas Neues, Uraltes in mir fest verankert: meine Wurzeln, die nicht diskutabel sind. Ich verstehe mich plötzlich viel besser, begreife, dass alles schon immer da gewesen ist. Mein Temperament, mein Erscheinungsbild (ich sage nur: Wangenknochen!), selbst meine Vorliebe für Salz-Dill-Gurken sind auf einmal so verständlich. Ich bin nicht mehr „dazwischen“. Ich bin jetzt mittendrin! Ich schunkle zu rheinischen Karnevalsliedern und habe zum Autofahren eine Playlist mit Balkan-Musik (nur für Hartgesottene! :)). Beides gehört zu mir, und es ist kein Widerspruch darin. Ich habe meine slawische Seele endlich gefühlt, und das ist etwas, das mir niemand nehmen kann.
„Ich bin eine slawische Diva!“, sage ich zu meinem Mann. „Ich weiß!“, antwortet er. Er ist einfach großartig.

Was im „Färz“ 2026 sonst noch los war
- Ich habe einen neuen Basiskurs gegeben. Es war eine Einführung in Jin Shin Jyutsu, die einen Einstieg ins Strömen so einfach wie möglich macht. Neben der Theorie haben wir natürlich auch geströmt, und ich werde diesen Kurs definitiv im 2. Quartal 2026 wiederholen.
- Tadaaa! Mein Buchprojekt lag einige Zeit auf Eis, denn ich habe mich voll und ganz meiner Website und dem Blog gewidmet. Doch im Rahmen der Content Society habe ich mich wieder aktiv mit meinem Manuskript beschäftigt, und ich spüre, dass das Buch dieses Jahr weiterentwickelt wird.
- Im Jin Shin Jyutsu Kurs von Matthias Roth habe ich wieder eine großartige Zeit gehabt. Wir haben geströmt, Spürübungen gemacht, und ich bin mit dem klaren und tiefen Gefühl nach Hause gefahren: Strömen ist einfach genial. Ich bin regelrecht aufgeblüht.

Ausblick auf den April 2026
- Natürlich findet wieder die Strömgruppe am Dienstagabend statt, dieses Mal am 14.April. Them a des Abends ist SES 19. Wenn Du dabei sein möchtest, schreib mir einfach eine Email.
- Ich schreibe zurzeit gleichzeitig Blogartikel über die Tiefen und die SES (Sicherheitsenergieschlösser). Nachts träume ich manchmal schon davon! 🙂 Es wird also ganz bald jede Menge Inhalte geben, die Dir einen tiefen Einblick ins Jin Shin Jyutsu geben.
- Ende April findet wieder ein Soul, Style & Spirit Retreat von und mit Kathy Gering in Fulda statt, und ich freue mich schon so sehr auf das Wiedersehen mit den Mädels.
- Pilates und Yoga werden wieder realistisch! Nach einer unfreiwilligen Pause seit Oktober steige ich wieder ein und sehe einem großartigen Frühling entgegen.
- Tatsächlich: Newsletter! Ich habe mich zu einem Workshop angemeldet, während dessen wir betreut unseren Newsletter professionell aufsetzen und versenden. Yeah!


ÜBER MICH: Ich bin Jin Shin Jyutsu Praktikerin aus Krefeld. Im Jahr 2000 habe ich Jin Shin Jyutsu, auch als „Strömen“ bekannt, kennengelernt. Nach meiner Ausbildung zur Jin Shin Jyutsu Praktikerin und Selbsthilfelehrerin habe ich 2004 meine eigene Praxis gestartet. Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich diese Kunst bis heute mit so vielen Menschen teilen darf. Ich gebe Selbsthilfekurse und auch Einzelbehandlungen. Mein Leitmotiv ist: Zurück in die Einfachheit. Es ist alles schon da!
Außerdem bin ich Bloggerin und ein Great Ager: Ich ermutige Frauen, jenseits von Altersklischees ein großartiges Leben zu führen. Ich schreibe nicht nur darüber, sondern kombiniere es mit dem Strömen – ein einfacher, kraftvoller und äußerst effektiver Weg zur Selbstermächtigung.
Mehr über mich findest Du hier: Über mich.
